Klappbrücke und Schleuse
Die Klappbrücke wurde 1789 gebaut. Damals aus Holz.
1927 wird sie erneuert und bekommt eine Stahlfachwerkkonstruktion. Die Wasserstraße dient heute fast ausschließlich dem Tourismus.
Im Wendejahr 1989:
Die historische Zugbrücke ist defekt. Sie wird demontiert und auf der Straße abgestellt. Aber für die Reparatur und Montage sind keine Gelder vorhanden.
Als Verbindung vom Oberdorf zum Fischerdorf stellt man eine kleine Fußgängerbrücke auf. Der aus Dresden stammende Horst Poitzsch taufte sie scherzhaft auf den Namen „blaues Wunder“.
Gemeinde, Denkmalschutz, Wasserwirtschaft und Straßenverkehrsamt diskutierten lange über Zuständigkeiten, Verfahren und Kostenübernahme - sowie über die Abschaffung der Zugbrücke. Die Kameraden der Feuerwehr versuchten mit einem Protestschreiben und die Hinzuziehung eines Fernsehsenders die Verschrottung zu verhindern. Mit Erfolg! Die Zugbrücke wurde umfassend saniert und im Jahre1994 wieder in Betrieb genommen. Bei der Einweihung feierten die Altfriesacker und ihre Gäste ein großartiges Fest - das Altfriesacker Brückenfest. Von nun an findet alljährlich im Sommer dieses Volksfest statt. Am Vormittag wetteifern junge Feuerwehrmannschaften beim Geländemarsch um die vorderen Plätze. Ab Mittag fanden Spiele auf dem Wasser, wie der Drachenbootwettkampf und das Fischerstechen, statt. Als jährlichen Höhepunkt organisiert der Bootshausverein einen Bootskorso mit der Prämierung der besten Boote. Danach wurde auf dem Platz vor der „Fischerhütte“ und in deren Saal gemeinsam gefeiert und getanzt.