Zietenschloss im Park
Hans-Joachim von Zieten, der Husarengeneral, ließ sich mit materieller Hilfe seines Königs Friedrich II. in der Zeit von 1747 bis 1750 neben sein noch heute bestehendes Geburtshaus ein neues Schloss bauen. Das jetzige Aussehen erhielt es unter dem Grafen Albert-Julius von Zieten Schwerin (1835 – 1922) im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts durch die Errichtung eines Seitenflügels zum See hin und 1910 durch den Anbau eines mehreckigen Pavillons bei gleichzeitiger neobarocker Neugestaltung der Fassade. Gegenwärtig ist das Schloss Sitz der Bildungsstätte Wustrau der Deutschen Richterakademie Trier.
Der am Schloss beginnende Park ist das Werk Friedrichs von Zieten, der Anfang des 19. Jahrhunderts das Vorhandene als englischen Landschaftsgarten umgestalten ließ. Dem Vorhaben lagen Ideen Lennés zugrunde. Im Park befanden sich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die von Fontane beschriebenen Details an Bauten, Statuen, Wasserläufen mit Brücken darüber und sonstige, teilweise skurrile Zeugnisse der Einfälle des Landrates. Der Park erstreckte sich früher als Ganzes vom Schloss bis zum Kanonenberg. Leider wurde er im Verlauf der weiteren Entwicklung in drei Teile zerrissen und verwilderte. Die Anlagen wurden zerstört oder entwendet. Der Heimat- und Kulturverein Wustrau-Altfriesack hat jedoch 1996 begonnen, mit freiwilligen Arbeitseinsätzen den Park zu rekultivieren.
Rechts neben dem Schloss steht das Geburtshaus des Husarengenerals und dort, wo sich das neue Wohnhaus Nummer 2 befindet, stand bis 1996 ein großes Lagerhaus. Weitere Funktionsgebäude des Schlosses, wie Ställe, Speicher, Werkstätten befanden sich auf der gesamten Fläche zwischen der Schlossstraße und dem Ruppiner See bis zu den heutigen Geschäftsgebäuden der Firma SSG Lange.